Fehler Motorsteuerung (1) Citroen Xsara Picasso 2.0 - mirko-schwäblein.de

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Citroen Xsara Picasso 2.0
Fehler Motorsteuerung (1)







Seit einigen Jahren fahren wir einen Citroen Xsara Picasso mit 2-Ltr. Benzinmotor. Für die Größe des Fahrzeuges ist diese Motorisierung vollkommen in Ordnung. Nach ca. 80.000 km jedoch gab es die ersten Unregelmäßigkeiten.

Die Symptome:
Der kalte Motor lief bereits im Standgas unruhig. Das gesamte Fahrzeug wurde regelrecht durchgeschüttelt. Die Leuchte für einen Defekt in der Motorsteuerung leuchtete auf, und der Bordcomputer meldete auf dem Display: „Fehler Motorsteuerung". Bei warm gelaufenem Motor wurde der Leerlauf nicht gehalten.

Die Ursache ist das allmähliche Verdrecken des Motors mit Verbrennungsrückständen - sprich: Ruß. Dieser Ruß bildet sich zum Einem durch die Beimengungen von Bio-Sprit in den deutschen Superbenzinsorten. Die Abgasrückführung und die Leerlaufregelung setzt sich zu.  Auch der Abgasrückführungskanal im Zylinderkopf verstopft mit der Zeit. Eine weitere Ursache sind die Öldämpfe, welche durch die Blockentlüftung in die Ansaugsysteme eindringen und so die Drosselklappe verkoken. Im Gegensatz zu einer Monopoint- Einspritzanlage, bei welcher der Kraftstoff vor der Drosselklappe in den Ansaugkanal eingespritzt wird und dabei als positiver Nebeneffekt die Drosselklappe ständig durch den Kraftstoff abgespült und so gereinigt wird, erfolgt die Kraftstoffeinspritzung bei Multipoint- (Direkt-) Einspritzsystemen unmittelbar vor dem Einlassventil des Zylinders. Die Drosselklappe bleibt hier trocken und die Ablagerungen des Ölnebels werden immer stärker. Folgendes passiert: Durch den Bio-Äthanol-Anteil in den deutschen Benzinsorten wird der Schmierfilm zwischen Kolben und Zylinder angegriffen. Alkohol wirkt wie ein Putzmittel zum Reinigen von Ölflecken. In der Folge reiben die Kolbenringe mehr oder weniger stark direkt an der Zylinderinnenwand. Man kann dieses Reiben - Metall auf Metall - sogar hören: Der Motor entwickelt in jedem Drehzahlbereich ein helles Heulgeräusch. Bei E10 betriebenen Fahrzeugen ist dieses Heulen ganz deutlich ausgeprägt. Aber auch E5 angefeuterte Benzinmotoren bleiben nicht verschont. Durch den angegriffenen Schmierfilm wird dieser gasdurchlässig. Es gelangt bei jedem Arbeitstakt auch Abgas in das Kurbelgehäuse des Motorblocks. Eine geringfügige Leckage von Abgas lässt sich nicht vermeiden. Mit zunehmender Laufleistung und somit zunehmendem Verschleiß von Laufbuchse und Kolbenringen wird diese allmählich größer und die Leistung des Motors nimmt ab. Bei E10-geschädigten Motoren ist die Leckage deutlich höher. Unmengen von Abgas spülen die Öldämpfe aus dem Kurbelgehäuse in die Ansaugsysteme des Motors und bilden einen klebrigen, schwarzen Niederschlag, der die Funktion von Drosselklappe und Leerlaufreglung beeinflusst. 

Lösung:
1. Reinigung des Motors bzw. dessen Innenräume… Der Laie denkt hierbei an einer kompletten Zerlegung des Motors. Es geht aber auch anders. Ein Tüftler in Australien hat ein Verfahren entwickelt, bei dem die Innenräume des Motors von der Stelle, an dem der Kraftstoff zugeführt wird, bis zum Auspuff, durch einen besonderen Kraftstoff (Benzin aber auch für Dieselmotoren) gereinigt wird. Dieses Verfahren heißt "Inter-ject" und ist auch als Internetpräsenz unter www.inter-ject.de im Netz vertreten. Im Raum Berlin sind mehrere Außendienstler auf Parkplätzen von Großmärkten tätig. Ich habe es einmal ausprobiert und meine Erwartungen wurden mehr als nur übertroffen. Meiner Einschätzung nach sollte man für sein Fahrzeug alle 30.000 - spätestens alle 50.000 km diese Prozedur durchziehen. Ich selbst habe nach 80.000 km das erste Mal dieses Verfahren probiert, musste aber bereits nach 10.000 km wiederholen, weil die Verkokungen nach so hoher Laufleistung sehr hartnäckig gewesen sind.

2. Für die trockene Drosselkappe musste ich jedoch noch einmal extra Hand anlegen. Ich habe das Drosselklappengehäuse ausgebaut und mit Drosselklappenreiniger (Spraydose die man im jedem KFZ-Zubehörhandel bekommt) gründlich gereinigt. Dort setzt sich der meiste Niederschlag fest und blockiert im Laufe der Zeit die elektrisch (nicht mit Bowdenzug) angesteuerte Drosselklappe. Die Drosselklappe pendelt dann immer zwischen einem geringem Teillast- und dem Schiebebetrieb und hält kein Standgas mehr, Die Drehzahl schwankt im Standgas dann immer permanent zwischen Gasgeben und Verrecken, weil die Drosselklappe klemmt. Bei meinem Fahrzeug war die Demontage ganz einfach: Luftzufuhr lösen (Spannband) und abziehen, elektrische Verbindungen (Stecker) abziehen und Gehäuse mit Drosselklappe abschrauben (drei Schrauben M6) Das ganze Teil reinigen und wieder einbauen. Da der Fehler somit nicht mehr auftritt, wird dieses auch nach kurzer Zeit vom Fehlerspeicher registriert - Die Kontrollleuchte verlischt nach einiger Zeit und der Fehler ist raus.





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