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Fehler 6.3: DEKRA als Fehlgriff des Geschädigten

allzuoft kommt es vor, dass sich das Unfallopfer zur Feststellung der Schadenhöhe an seinem Fahrzeug in die Hände der DEKRA begibt. Der Fehler ist keinem als Vorwurf zu machen, denn schließlich hat man ja nicht jeden Tag einen Unfall. Und die DEKRA ist mit ihren Prüfstationen hierzulande "omnipräsent". Nachfolgend ein Beispiel aus meiner Praxis, bei dem ich diesen Fehlgriff aufdeckte und für den Geschädigten die Schadenersatzansprüche richtig ermttelte.



In diesem Fall ging der Geschädigte im guten Glauben direkt zur DEKRA. Der Gutachter dieser Firma fertigte daraufhin ein Gutachten zu den Beschädigungen an dessen Fahrzeug an. Zu Abnahme des Gutachtens durch den Geschädigten kam es nicht mehr. Das Schriftwerk war so widersprüchlich, dass es nur noch zurückzuweisen war.


Hier das anonymisierte Gutachten zum Nachlesen

Mit den vom DEKRA-SV errechneten Reparaturkosten von 4171,62 € Netto (4964,23 € Brutto) und einem angeblichen Wiederbeschaffungswert 3700,- € hat die DEKRA – wie nicht anders zu erwarten -  das Fahrzeug, auch wenn sie es im Gutachten nicht geschrieben hat, zum Totalschaden erklärt. Durch den bei der Restwertbörse AutoOnline eingeholten Restwert von 1660,- € ist bei der verbleibenden Restentschädigungssumme auch eine Notreparatur nicht mehr möglich, so dass der Geschädigte gezwungen wäre, sein Fahrzeug an den Restwertbieter zu verkaufen. Das DEKRA-Gutachten wurde daraufhin durch mich geprüft – mit folgenden Ergebnissen:

 

Der Wiederbeschaffungswert ist falsch. Der DEKRA-Gutachter behauptet, dass Fahrzeug  würde einen Wiederbeschaffungswert von 3700,- € besitzen. Eine Fahrzeugbewertung von DAT oder SCHWACKE wurde nicht durchgeführt. Auch auf das Anführen von Referenzfahrzeugen, die den von der DEKRA festgelegten Wiederbeschaffungswert bestätigen könnten, wurde verzichtet.


 

 

Stattdessen schreibt der DEKRA-SV in seiner Zustandsbeschreibung, dass der Gesamtzustand dem Alter und der Laufleistung entsprechend wäre. Bei einem 13 Jahre alten Auto mit 163653 km Laufleistung ist bei dieser Einschätzung mit starken Abnutzungen zu rechnen.


 

Tatsächlich erkennt jeder sogar auf den vom DEKRA-SV gefertigten Bildern, dass es sich um ein sauberes und vorbildlich gepflegtes Fahrzeug handelt, bei dem der Zustand als „sehr gut“ wenn nicht sogar als „überdurchschnittlich“ bezeichnet werden kann.


 

Alt- bzw. Vorschäden, die den Wert negativ beeinflussen könnten, hat der DEKRA-SV auch nicht feststellen können, wie er in seinem Gutachten vermerkte. Es daher absolut unverständlich, wieso der DEKRA-SV den Wiederbeschaffungswert um 1800,- € niedriger ansetzte, als er beispielsweise von der DAT angegeben wird.


  Die Kalkulation ist fehlerhaft:

 

-          Die linke Seitenwand ist unbeschädigt.

-          Die rechte Seitenwand kann instand gesetzt werden.

-          Eine Kennzeichenblende und ein Kennzeichenhalter gibt es nicht. Das Kennzeichen ist direkt auf die Kennzeichenunterlage (ETN 51118070045 UNTERLAGE KENNZEICHEN) geschraubt.

-          Haubenschloss und Fanghaken sind unbeschädigt.

-          Der Bowdenzug ist unbeschädigt.

-          Die linke Scheinwerferblende ist unbeschädigt.

-          Die rechte vordere Radhausabdeckung ist unbeschädigt.

-          Die vordere Luftführung ist unbeschädigt.

-          Der rechte Außenspiegel ist unbeschädigt.

-         An der rechten vorderen Tür sind ebenfalls keine Beschädigungen



 

 

Dafür hat der DEKRA-SV die Beschädigungen an der unteren Motorraumabschirmung sowie die am rechten Vorderrad übersehen.



           Zur Wertminderung – ob ja oder nein und wenn ja wieviel bzw. wenn nein warum nicht – hat der DEKRA-SV keine Ausführungen getätigt.  Die in einem Haftpflichtschaden auszuweisende Nutzungsentschädigung hat der DEKRA-SV „seinem Kunden“ ebenfalls unterschlagen.


Die durch mich durchgeführte Begutachtung beinhaltet Reparaturkosten von 4454,50 € Netto. Das entspricht 5300,86 € Brutto. Bei einem auf Grund des Fahrzeugalters steuerneutralem  Wiederbeschaffungswert von 5500,- € ist das ein einwandfreier Reparaturschaden. Selbst bei Auszahlung auf Gutachtenbasis, bei der sich laut Rechtsprechung der Geschädigte die vorläufige Totalschadenbasisabrechnung gefallen lassen muss, kann dieser mit der vorläufigen Entschädigungssumme sein Fahrzeug wieder nutzungsfähig herrichten, was die DEKRA  ihm mit Ihrer Expertise verhindern würde.


und hier mein Gutachten zum Nachlesen

Sein fehlerhaftes Gutachten hat der DEKRA-SV schließlich storniert.


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