Fehler 2: den Schaden der Haftpflichtversicherung des Verursachers melden - mirko-schwäblein.de

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2. Der Geschädigte meldet seinen Schaden der gegnerischen Haftpflichtversicherung …


... das ist in soweit richtig, weil der Geschädigte sich dieses Mal schon an die richtige Stelle gewandt hat. Aber dann lauert schon wieder ein Kardinalfehler, wenn er sich auf deren Schadenmanagement verlässt.
Wer, nachdem er mit dem Sachbearbeiter der Schadenabteilung telefoniert hat, tags drauf bereits das Schreiben der Versicherung in den Händen hielt, wird auf den ersten Blick sagen: „Nicht schlecht!", wenn da zu lesen ist:


- … Reparatur in einem unserer zertifizierten Partnerbetrieben …
- … Hol- und Bringservice …
- … Unfallersatzwagen bei Bedarf …


und so weiter. Manchmal wird sogar mit Nutzungsentschädigung gelockt, als wäre es ein leckeres Schmankerl extra zur Belohnung. Möglicherweise geht die Regulierung zügig voran. Das wäre aber dann auch der einzige Vorteil, wenn er denn einträte. Was der Geschädigte nicht weiß ist, dass die Partnerwerkstatt der Versicherung sich für einen minimalen Profit abrackert. Damit dieser nicht ganz aus fällt, muss gespart werden. Und wo wird gespart? (Nachzulesen unter 1.)

An einer Reparatur ist die Versicherungswirtschaft jedoch nur in den seltensten Fällen interessiert. Während für Fahrzeuge mit einem Alter von maximal 2 Jahren die Reparatur bis zu einer Reparatursumme von 3000 bis 5000 Euro ohne gutachterliche Einschätzung frei gegeben wird und die Werkstätten sich regelrecht austoben können, wird bei größeren Schäden bzw. bei älteren Fahrzeugen die Totalschadenabrechnung angestrebt. Der von der Versicherung beauftragte Gutachter ist dabei angehalten, den Wiederbeschaffungswert möglichst gering anzusetzen, dafür aber einen möglichst hohen Restwert einzuholen.

Dem Geschädigten wird dann suggeriert, dass sein Auto nicht mehr zu retten sei und ein Totalschaden eingetreten ist. Er wird aufgefordert sein Unfallfahrzeug an einen bestimmten Restwertinteressenten zu verkaufen, und sich ein Ersatzfahrzeug zu beschaffen. Dass durch Ausnutzen der Opfergrenze sein Fahrzweug unter Umständen doch zu retten gewesen wäre, wird dem Geschädigten verschwiegen.

Nach meinen Erfahrungen verzichtet der Geschädigte, ohne es zu wissen, bei dieser Abrechnungspraxis auf mindestens 20% seiner Schadenersatzansprüche. Um sich ein  gleichwertiges Ersatzfahrzeug zu beschaffen, zahlt dieser meistens drauf. Und das Kuriose dabei ist: Er denkt, das wäre alles so rechtens.

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